In der spirituellen Szene hört man oft den Begriff der bedingungslosen Liebe oder davon, dass alles im Leben bedingungslos sein sollte. Lange Zeit habe auch ich daran geglaubt – dass Geben ohne Bedingungen der höchste Ausdruck von Spiritualität sei. Dass Angebote, Wissen oder Begleitung einfach frei fliessen sollten.
Doch je mehr ich mich mit dem Leben selbst beschäftigt habe, desto klarer wurde mir: Das Leben funktioniert nicht bedingungslos.
Wir sind Teil eines lebendigen Systems, das auf Austausch basiert. Wir brauchen Licht, Wasser und – zumindest momentan – Nahrung, um zu existieren. Unser Körper lebt von diesem stetigen Fluss des Gebens und Nehmens. Ohne ihn wäre kein Leben auf der Erde möglich. Auch in unserer menschlichen Welt existiert dieser Austausch. Zeit, Energie, Wissen und Präsenz sind wertvoll – und sie wollen im Gleichgewicht bleiben.
Ich habe lange geglaubt, dass meine Arbeit bedingungslos zur Verfügung stehen sollte. Doch irgendwann wurde mir bewusst: Auch ich muss leben. Meine Energie, meine Zeit und meine Erfahrung sind Teil dieses Austauschs. Mit diesem Verhalten, habe ich unbewusst jahrelang den Geldfluss blockiert und mich von diese Feld der Liebe getrennt.
Und hier kommt das Feld GELD ins Spiel, das in spirituellen Kreisen oft missverstanden wird. Geld ist eines der stärksten energetischen Felder unserer Zeit – vielleicht sogar das zweitgrösste Feld nach der Liebe. Es ist nicht getrennt von ihr, sondern eng mit ihr verbunden. Denn Geld ist letztlich ein Ausdruck von Wertschätzung, Energie und Austausch.
Der Rückfluss für das, was wir geben, muss nicht immer Geld sein. Manchmal sind es Begegnungen, Unterstützung, Inspiration oder neue Möglichkeiten. Doch in unserer heutigen Welt ist Geld ein wichtiger Teil dieses Kreislaufs – weil es Bewegung und Freiheit ermöglicht.
Energie will im Fluss bleiben. Wenn sie dauerhaft nur in eine Richtung fliesst, entsteht Ungleichgewicht. Vielleicht geht es deshalb gar nicht darum, bedingungslos zu sein. Vielleicht geht es vielmehr um bewussten Austausch. Um ein Geben aus dem Herzen – und ein Empfangen ohne Schuldgefühl.
Denn wahre Verbindung entsteht dort, wo Energie frei zirkulieren darf.

